Veranstaltungen / Ausstellungen

16. Juni 2022

Schleifen-Zeichnen-Drucken und so fort.....

Lithografie-Workshop in der Druckwerkstatt im Bernhardbau mit Peter Paulus

Peter Paulus prägte ganze Generationen von Kunststudent*innen an der Kunsthochschule Kassel, wo er Dozent für Gebundenes, Zeichnen und freie Grafik war. Als Workshop-Leiter im Bereich Lithografie vermittelt er an einem Wochenende Technik und künstlerische Ansätze zum lithografischen Drucken. Das Prozesshafte, das Experiment und der individuelle künstlerische Ausdruck stehen dabei im Vordergrund.

 

Treffpunkt am 16. Juni im Klingspor Museum für eine kurze Einführung in die aktuelle Ausstellung. 

 

16. – 18. Juni (Do. + Fr. + Sa.)
10.00 - 17.00 Uhr
195 € (Inkl. Materialkosten)

 

Anmeldung: dorothee.ader@offenbach.de

 

6. November 2021 

Der Festtag von Alois Senefelder (250. Geburtstag)

Verkehrte Welt mit Potential!

Der Festvortrag von Prof. Dr. Gerhard Kilger

Alois Senefelder wurde am 06.11.1771 in Prag geboren, wo zu dieser Zeit seine Eltern als Schauspieler gastierten. Dies wollen wir heute feiern und ihn ehren!

Tatsächlich wurde er seit über 200 Jahren oft geehrt. Erstmals schon 1808 durch den bayerischen Kronprinz Ludwig in seiner Werkstatt als „primus auctor“, seine Büste wurde sogar in der Ruhmeshalle in München aufgestellt.

Spätestens seit 200 Jahren hat seine Erfindung der Lithographie Weltbedeutung zuerst auf Stein, dann auch auf Metall.

Seit 1955 kommt die Photolithographie in der Halbleitertechnik zum Einsatz, heute wird an der „Next-Generation-Lithographie“ gearbeitet, z.B. werden durch Nanoprägelithographie Strukturen von bis zu 5nm möglich, die noch leistungsfähigere Chips herstellen lassen.

Die Bedeutung der Lithographie ist enorm, allerdings kennen nur wenige den Namen des Erfinders. Eigentlich müssten heute die Medien voll von Berichten sein. So allerdings feiern wir heute in Offenbach in ganz bescheidenem Rahmen seinen 250igsten Geburtstag.

Dass wir dies hier in dieser Stadt tun, ist Ihnen und den Bürgern der Stadt bekannt.

Denn von hier aus begann um 1800 der kommerzielle Siegeszug dieser neuen Drucktechnik. Möglich war das –was in der Stadt ebenfalls gut bekannt ist-, dass der Musikverleger Johann Anton André die Bedeutung der Drucktechnik erkannte und ein Patentrecht für das „Geheimnis, Noten und Bilder auf Stein drucken zu können“ erworben hatte. Fünf Stangenpressen wurden aufgestellt, wie sie heute hier als Nachbau in diesem Museum in Betrieb besichtigt werden können. Sehr bald standen auch in den Filialen des Verlags Pressen in Paris und London.

Es war eine technikgeschichtliche Entwicklung aus der Inventionsphase in den 90iger Jahren des 18. Jahrhunderts, die in den Revolutionsjahren sehr reich an Erfindungen war, bis in die Innovationsphase, die sehr schnell vor allem den bunten Bilderdruck im 19. Jahrhundert geschaffen hat. Dann folgte die Diffusionsphase, die auch mit der Einführung der Schnellpressen und den Möglichkeiten der Fotographie eine hohe Bedeutung im Druckbereich erreichte, bis schließlich der Übergang in den Offset im 20. Jahrhundert fast den ganzen Bereich des Druckwesens dominierte.

Alois Senefelder hatte ursprünglich nicht vor, Erfinder zu werden: Seine Eltern waren Schauspieler, er ging in München aufs Gymnasium und nahm Klavier- und Gesangsunterricht.

Er studierte Jura, schloss sich einer Schauspielgruppe an und betätigte sich hauptsächlich schriftstellerisch. Sein erstes großes Stück „Die Mädchenkenner“ wurde sogar im Münchner

Hoftheater uraufgeführt. Allerdings musste er schon damals erfahren, dass Druckkosten für ihn zu hoch waren.

Aus der Not geboren wurde er so zum Tüftler: Auf glatt geschliffen Steinen versuchte er durch Hochätzung Druckformen herzustellen, mit denen er seine Werke vervielfältigen wollte. Das sollte lange nicht richtig gelingen. Die Steine verhielten sich in der chemischen Reaktion mit Säuren als sehr unberechenbar. Auch beim Abwaschen der Druckfarbe entstand für ihn manchmal Rätselhaftes, zu seinem anfänglichen Ärger tauchten zufällige Notizen nach dem Auswaschen erneut wieder auf. Hier wäre eigentlich das Ende der Tüftelei gewesen.

Wie dann tatsächlich aus diesen Effekten die geniale Idee entstand, die Steinoberfläche nicht in Hoch und Tief, sondern flach in zwei verschiedene chemische Komponenten zu verwandeln, kann man nur als glückliche Eingebung verstehen. Denn Senefelder hatte dafür bis dahin nicht die fachlichen Voraussetzungen, um einen solchen Effekt zur Verfahrensreife zu bringen. Doch genau daran machte er sich in den nächsten Jahren ab 1796. In wenigen Jahren entwickelte er die chemische

Präparation der Druckform sowie das Druckverfahren mit Reiber und die Übertragung mittels einer neuartigen Stangenpresse. In diesen Jahren erwarb er sich auch so viel Fachwissen, das 20 Jahre später in seinem Lehrbuch zur „Steindruckerey“ Niederschlag fand und mit dem er sein Patent auf das Verfahren erhielt.

Wenn wir heute Alois Senefelder als den bedeutenden Erfinder der Lithographie ehren, dann sollten wir nicht – wie schon oft – nur seinen Lebensweg nachvollziehen, sondern einen tieferen Blick auf die tatsächlichen „Geheimnisse“ seiner Experimente mit dem Lithostein richten:

 

Üblicherweise wird das Prinzip der Lithographie mit der Abstoßung von Fett und Wasser beschrieben. Das ist nicht falsch, aber erklärt fast nichts vom Wesen der „geheimnisvollen“ Drucktechnik, denn die Druckform – der Stein – besteht weder aus Fett noch aus Wasser. Was ist also das Besondere einer Druckform aus Stein? Senefelder hatte das Glück, dass nicht weit von München und Ingolstadt, wo er seine Versuche machte, der Kalkstein aus Solnhofen nicht weit war. Diese Steinplatten wurden typischerweise auf Böden verlegt und in vielen Gebäuden sind sie bis heute anzutreffen. Sie sind sehr hart und haben gegenüber anderem Jura-Kalk eine hohe Dichte. Jura verdankt seine Entstehung aus organischen Substanzen, dadurch sind auch viele

chemische Spurenelemente, ja sogar Versteinerungen in ihm enthalten. Gerade diese Eigenschaften sind zufälligerweise dazu geeignet, durch bestimmte chemische Bearbeitung die drucktechnischen Potentiale zu ermöglichen. Auf anderen Platten wäre Senefelder gescheitert.

Schleift man also eine solche Platte aus Solnhofer Kalk ab, so erhält man eine reaktionsfreudige Oberfläche in einem Zustand, wie er vor ca. 155 Millionen Jahren entstanden ist. U.a. ist sehr viel Kohlensäure in ihm eingelagert. Führt man nun dieser Oberfläche eine stärkere Säure (z.B. Salpetersäure) gemeinsam mit der organischen Substanz „Gummi Arabicum“ zu, so wird die Kohlensäure entzogen und es entsteht eine hygroskopische Oberfläche, die Wasser an sich zieht. Das als Klebstoff bekannte „Gummi Arabicum“ schützt in Afrika Akazien-Bäume vor dem Austrocknen; ebenso verhält er sich nun auf dem Stein. War bei dieser Ätzung auf der Steinoberfläche eine Spur aus fettiger Substanz, so entsteht dort keine hygroskopische Schicht. Im Gegenteil: bevor der Säureaustauch stattfinden kann, reagiert das Fett mit der Säure. Dadurch entsteht Seife, die auf der Oberfläche die Kalkseife bildet. Diese ist dann nicht nur wasserabstoßend, sondern reichert sich gerne mit weiterem Fett an. Man nennt diesen Zustand lipophil. Auf diese – scheinbar geheimnisvolle – Weise entstehen auf der Steinoberfläche zwei gegensätzliche Zustände:

durch ein und dieselbe Ätzung je ein hygroskopischer und ein lipophiler Zustand. Es liegt also nahe, mit diesen zwei Zuständen so zu drucken, wie wenn der eine hoch und der andere tief liegen würde.

 

Mit diesem Gedanken hatte Senefelder sehr schnell Erfolg. Danach lag es auch nahe, sich den Notendruck vorzunehmen, weil die Herstellung einer solchen Druckform viel einfacher war als durch Hoch- oder Tiefdruck: Man musste nur seitenverkehrt mit Feder und fetthaltiger Tusche die Noten auf den Stein zeichnen, dann ätzen und drucken.

Das Drucken machte anfangs noch Schwierigkeiten, weil dies auf gängigen Pressen nicht funktionierte. Der Druck war dafür zu schwach. Abgeleitet vom Prinzip des Messers Schneide stellte Senefelder scharfkantige Reiber her, die er in der Presse unter hohem Druck über den abgedeckten Druckträger – dem Papier - gleiten ließ. Dadurch konnten über die Hebelkräfte seiner neuartigen Stangenpresse mehrere Tonnen Druck erzeugt werden.

Das Erstaunliche bei der chemischen Präparation der Steinoberfläche ist die Möglichkeit von Zwischentönen. Die beschriebenen Gegensatzpaare können in mikroskopisch engen Abständen so entstehen, dass Grautöne ohne Rasterpunkte möglich sind.

Das ist für den Bilderdruck von großer Bedeutung und über alle Farbskalen der sogenannten Chromolithographie möglich. Man kann sogar sagen:

Mit der Lithographie wurden im 19. Jahrhundert die Welt, also die Journale, die Verpackungen, die Plakate, Kunstdrucke und vieles mehr bunt.

 

Diese rasterfreie Druckkunst übertrifft in ihrer Qualität alles, was durch andere Drucktechniken hergestellt werden kann und ist der Grund, warum sie bei Künstlern bis heute geschätzt wird.

 

In dem ersten Kapitel seines Lehrbuchs berichtet er selbst über die Geschichte des Steindrucks. Darin erfährt man auch viel über sein Leben. Dieses Kapitel schließt er mit seinem wichtigen Vermächtnis der Lithographie:

 

„Ich wünsche, daß sie bald auf der ganzen Erde verbreitet, der Menschheit durch viele vortreffliche Erzeugnisse vielfältigen Nutzen bringen, und zu ihrer größern Veredelung gereichen, niemals aber zu einem bösen Zwecke mißbraucht werden möge. Dies gebe der Allmächtige! Dann sey gesegnet die Stunde, in der ich sie erfand!“

Alois Senefelder starb 1834 in München, bis heute können wir von seiner Erfindung nur profitieren.

26. Juli - 13. September 2020

Ausstellung des Lithographen Eckhard Gehrmann im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach. Eckhard Gehrmann ist Senefelder Award Preisträger von 1991 und Vorstandsmitglied der internationalen Senefelderstiftung.

Offenbach Post vom 25. Juli 2020:

11. März 2020

Die Veranstaltung  "Tag der Druckkunst" (15.März 2020) im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach fällt aus          (Corona-Pandemie)!

"Die Steine sprechen" am 15. März 2020 in Offenbach:


Einladung "Tag der Drucktechnik" am 15. März 2019 in Offenbach:

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ergänzend am 16.3.2019:
Tag der Druckkunst_Klingspor_Stadtgeschi
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Resonanz der Printmedien:

 

Offenbach-Post vom 9. März 2019                            FAZ-RMZ vom 12. März 2019              OP vom 16. März 2019


"Internationaler Tag der Drucktechnik"

Die Internationale Senefelderstiftung feiert diesen UN-Welttag am 15. März 2019 gemeinsam mit dem "Haus der Stadtgeschichte" und dem "Klingspor-Museum" und mit vielen anderen Institutionen, die sich der Drucktechnik verpflichtet fühlen. Die Gestaltung dieses Tages in Offenbach wird zeitnah veröffentlicht (s.o.):


3. Lithographentag am 6. Dezember 2018

Liebe Freunde und Freundinnen der Lithographie,

 

Wir freuen uns auf den Jahrestag von Aloys Senefelder und laden Sie zur "Sonderausstellung und Festveranstaltung" am 6. Dezember 2018, 17.00h, recht herzlich in das Haus der Stadtgeschichte nach Offenbach ein.

 

 

 

Andreas Weber berichtet:


Ein gelungener Senefelder-Festabend im Haus der Stadtgeschichte Offenbach am Main am Tag der Lithographie, dem 6. Dezember 2018. Die große Halle war gut gefüllt, das Publikum durchaus international. Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betonte in seinem engagierten Grusswort die Verbundenheit der Stadt mit Senefelder und der Internationalen Senefelder Stiftung (ISS). Senefelders Lebensleistung sei durchaus vergleichbar mit der eines Industriepioniers wie Carl Benz. 

 

Der Stiftungs-Vorsitzende Prof. Dr. Gerhard Kilger betonte: „Es sind genau 200 Jahre her, dass Aloys Senefelder sein Lehrbuch zur ‚chemischen Druckerey‘ veröffentlicht hat. Fast 25 Jahre hatte er sich seit seiner Entdeckung Zeit gelassen, doch es war ihm wichtig, dass diese großartige Erfindung nicht in ihrem experimentellen Kinderschuhen, sondern als professionelle Drucktechnik in ihre Zukunft entlassen wird. Tatsächlich war in dieser Zeit seine Technik schon in vielen Druckereien der ganzen Welt wirtschaftlich erfolgreich. Alois Senefelder hatte in München durch viele Experimente den Flachdruck auf Stein entdeckt, in Offenbach hat er bei dem Musikverleger André seine erste professionelle Druckerei gegründet. Von dort aus begann der wirtschaftliche Erfolg durch die vielen Möglichkeiten des Flachdrucks. Man kann heute mit Recht behaupten, dass durch den Flachdruck bis heute Bilder, Graphik und farbige Vielfalt in das Leben einzog.“

 

Zugleich erinnerte Prof. Dr. Kilger an die Verdienste des Kunsthistorikers, Lithgraphie-Experten und Senefelder-Biografen Prof. Wilhelm Weber, der — 1918 geboren, 1999 verstorben — seit Gründung der Stiftung über eine Generation hinweg dem Stiftungs-Beirat vorstand. „Noch heute sind die Buchpublikationen von Prof. Weber die Standardwerke, um die hohe Bedeutung von Senefelder und der Lithographie für Kunst und Künstler rund um den Globus anschaulich zu machen.“ 

 

Andreas Weber, ebenfalls seit über 15 Jahren in der ISS engagiert, dankte im Namen seiner Familie, dass die Stiftung das Wirken und Werken seines Vaters in Ehren hält; und zitierte aus einer Notiz seines Vaters, die er im Nachlass fand: „Die Internationale Senefelder Stiftung hat dem genialen Erfinder der Lithographie nicht nur dauerhaft ein Denkmal gesetzt, sondern hält das Ergebnis seines Schaffens am Leben, um uns allen immer wieder Impulse und Anregungen zu verleihen. Kunst und Künstler sowie Technologie gehen dabei ein besondere Symbiose ein, getragen von unerschöpflicher Kreativität.“

 

In einer wissenschaftlich fundierten Analyse gab Museumsleiter Dr. Jürgen Eichenauer Einblick in die spannende und nicht immer geradlinig verlaufende Lebensgeschichte von Senefelder und seiner Geschäftsfreundschaft mit der Musikverleger-Familie Andrè, die aber die Welt verändern sollte. Dr. Harry Neß vom Internationalen Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte ließ in seiner Lesung aus dem Lehrbuch Senefelders ein wunderbares Stimmungsbild entstehen, dass detailreich den Antrieb und die Erfahrungen des genialen Erfinders nahe brachte. —aw

 


Rede von Prof. Dr. Kilger, ISS, am 29. August 2018 - anläßlich der 3. Internationalen Lithographietage in München:

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Die Internationale Senefelderstiftung unterstützt die

3. Internationalen Lithographietage 2018

der Lithographiewerkstatt München vom 29. August - 2. September 2018

Wortlaut der Einladung:

 

Liebe Lithographen, Steindrucker und Künstler,

 

vom 29. August - 02. September 2018 finden bei uns im Münchner Künstlerhaus die 3. Internationalen Lithografietage 2018 (www.lithotage.de) statt.

 

Hierzu werden Lithografen, Drucker, Künstler und Interessierte aus der ganzen Welt eingeladen, rund um das Thema Lithografie zu diskutieren, auszustellen und sich persönlich kennenzulernen.

Neben einem umfangreichen Aktions-Programm möchten wir Videobeiträge von Druckwerkstätten aus der ganzen Welt zeigen, um einen aktuellen Einblick über die Lithografie und ihre derzeitigen und zukünftigen Verfahrensweisen zu vermitteln. Zudem schreiben wir einen Lithografie-Wettbewerb aus.

Näheres zur Videobotschaft sowie zum Wettbewerb finden Sie im Anhang und auf unserer Website www.lithotage.de, die wir regelmäßig aktualisieren.

 

Es würde uns freuen, wenn Sie die Lithografietage 2018 durch Ihre Videobotschaft, Ihre Teilnahme am Wettbewerb oder einfach durch Ihren Besuch bereichern würden!

 

Mit vielen Grüßen aus dem Münchner Künstlerhaus!

 


20 Jahre Lithographie-Werkstatt Eichstätt  (21. April - 6. Mai 2018)

 

Li Portenlänger lädt zur Eröffnung der Ausstellung "Stone Cups and Ring Marks" ein:


Freiburger Impessionen (April 2018):

Kolloquium am 5. und 6. Dezember 2017

Bilder zum Kolloquium

5. Dezember 2017, 16.00h: Haus der Stadtgeschichte

(Dorsch, Gehrmann, Weber)

5. Dezember 2017, 19.00h: Empfang im Rathaus

5.Dezember 2017, 20.30h: Dinner im Rudererdorf am Main

6. Dezember 2017, 09.00h-17.00h: Kolloquium in der Aula der HfG

6. Dezember 2017, Mittagspause (Litho-Werkstatt-HfG, Volker Steinbacher)

Videos und Präsentations-Materialien zum Kolloquium


Offizielle Einladung vom 10. September 2017 an alle interessierten Lithographen:

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Kolloquium am 6. Dezember 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie bereits mitgeteilt veranstaltet die Internationale Senefelder-Stiftung am 6.Dezember 2017 ihr erstes Senefelder-Kolloquium in Offenbach. Dies ist der internationale Tag der Lithographie. Aufgrund der vielen Rückmeldungen senden wir Ihnen nun genauere Angaben. Die wichtigsten Topics werden aus dem Keynote-Vortrag, den Kurzbeiträgen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen und der moderierten Diskussion über vier Thesen bestehen. Am Vorabend werden wir bei einem Empfang im Rathaus begrüßt und uns anschließend gegenseitig kennenlernen. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben, Angaben zu Ort und Übernachtungsmöglichkeit wird Ihnen nach formloser Anmeldung mitgeteilt.

Es würde uns sehr freuen, wenn möglichst viele teilnehmen, die aktiv mit der Lithosteinen befasst sind.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Prof. Dr. Gerhard Kilger                                                                                                                                      Vorsitzender der Senefelder-Stiftung

 

Programm und Thesen

 

“Quo vadis: saxa loquuntur?”

 

05.12.2017       (House of Municipal history / Town hall)

 

 16.00 h            Möglichkeit der Besichtigung der Senefeldersammlung /

      Possibiltiy to visit the Senefelder collection

      (Haus der Stadtgeschichte)

 19.00 h            Empfang im Rathaus Offenbach / Reception in the Town Hall Offenbach

 

06.12.2017       (Landeskunsthochschule Offenbach/academy of fine art)

 

 09.00 h            Registrierung / Registration

 09.15 h            Begrüßung / Welcome

 09.30 h            Keynote-Vortrag u. Diskussion / Keynote lecture and discussion

 10.30 h            Kaffeepause / Coffee break

 11.00 h            Panorama 1

 12.30 h            Mittagessen / Lunch

 13.30 h            Panorama 2

 15.00 h            Kaffeepause / Coffee break

 15.30 h            Diskurs: Thesen 1 – 4 / Discourse Theses 1 - 4

 17.00 h            Abreisen / Departure

 

 THESEN ZUR LITHOGRAFIE

 

 1.    Die professionelle Lithografie ist im 20.Jahrhundert gestorben. Gegenwärtig gibt es weltweit nur noch wenige Experten, die berufliche Erfahrung in der historischen Drucktechnik besitzen. Um dem Verlust des noch vorhandenen Wissens entgegen zu wirken, sind Weitergabe und Dokumentation des materiellen und immateriellen Erbes notwendig.

 

2.    Die künstlerische Lithografie verwendet die Möglichkeiten des Steindrucks in Verbindung mit experimentellen und kreativen Techniken. Ihr Ziel besteht nicht in der professionellen Vervielfältigung von Vorlagen, sondern im schöpferischen Prozess für die Herstellung von Kunstwerken. Da diese künstlerischen Prozesse eine wichtige Weiterentwicklung der Lithografie darstellen, sind Weitergabe und Dokumentation dieser künstlerischen Prozesse wichtig.

 

3.    Der Wert der originalen Drucktechniken wird gegenwärtig auf dem Markt zu gering bewertet. Obwohl die Herstellung einer Lithografie im Gegensatz zu anderen künstlerischen Techniken sowohl fachlich als auch zeitlich einen meist höheren Aufwand erfordert, wird der Gegenwert allgemein nicht wahrgenommen. Es ist daher notwendig, Kunstexperten, Sammler, Museen, Galeristen und Kunstkritiker davon zu überzeugen, dass Handabzüge von Lithografien in kleiner Auflage als Originale anzusehen sind.

 

4.    Die meisten Lithografie- Werkstätten haben Kenntnis voneinander; es haben auch einige Treffen stattgefunden. Trotzdem ist der Ausbau eines Netzwerkes aller weltweiten Aktivitäten vonnöten. Es sollte unser Bestreben sein,  in diesem Netzwerk den Austausch, das Zusammenwirken und die Informationen zu verbessern.

 



Lithographentag am 6. Dezember 2016

Interessierte Künstler und Bürger verfolgten auf dem MAN-Werksgelände die Arbeitsschritte des Druckmeisters Hügelow bei der Herstellung eines Steindrucks.

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